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Selbstbehauptungstraining für Jugendliche (ab 5. Klasse)

Konzeption:
Wir möchten mit dem Training Heranwachsende in Ihrer Fähigkeit stärken, sich gegenüber aggressiven Jugendlichen oder übergriffigen Erwachsenen zu behaupten.
In Rollenspielen loten die Teilnehmer Möglichkeiten aus, wie sie Jemandem, der Streit sucht oder ihre Grenzen nicht respektiert, gegenübertreten können, ohne dabei in die Opferrolle zu geraten. Die Mädchen und Jungen sollen sich als Jemand erfahren, der durchaus in der Lage ist, für sich selber zu sorgen und aus einer unangenehmen oder bedrohlichen Situation herauszukommen.
Inhalte:
Provokation und Bedrohung durch Jugendliche
In den Rollenspielen arbeiten wir zu aggressivem Rollenverhalten und Übergriffigkeit: Jugendliche oder Jungerwachsene bauen über Coolness, Verachtung oder die Inszenierung von Gewaltbereitschaft eine Position von Stärke auf.
Die Schüler übernehmen hier die für sie zum Teil ungewohnte Rolle, gegen diese Dominanz gegen zu halten. Wir probieren couragiertes Verhalten.
Mit den Jungen arbeiten wir verstärkt zu Streitsuchern und Abziehdelikten. Bei den Mädchen geht es unter anderem darum, wie sie sich bei Anmache verhalten können und was sie einem aufdringlichen Verehrer entgegensetzen können.
Körpersprache - Wie setze ich unmissverständliche Signale?
Bei der Körpersprache geht es um das Sichtbarmachen der eigenen Wirkung und damit die Möglichkeit, die eigene Körpersprache auch zu verändern.
Wie wird Dominanz über verbale oder körperliche Aggressivität hergestellt? Über welche versteckte Wege wird jemand in die Defensive gedrängt?
Die Übungen und Rollenspiele zielen darauf, ein Gefühl für diese Form von Rollenverteilung zu bekommen und die eigene Rolle hier bewusst zu machen und zu verändern.
Ausgrenzung und Mobbing
Mobbing ist ein Prozess langfristiger Gewalt, der von Schülern, Eltern und Lehrern oftmals nicht wahrgenommen wird und dessen Normalität darüber hinwegtäuscht, dass eine (Klassen-) Gemeinschaft ungerecht funktioniert. Wir legen hier den Schwerpunkt auf das Erkennen von Mobbingfällen und den Handlungsspielraum, den die Schüler haben.
Zeitlicher Umfang:
Das Training für die Kinder geht über 2 Tage à 2 Stunden. Im Anschluss an das Training gibt es eine Nachbereitung für Eltern und Lehrer, in der sie Fragen stellen und Feedback geben können. Wir geben den Eltern Anregungen an die Hand, wie sie mit ihren Kindern ins Gespräch kommen können und die Kursinhalte aufarbeiten können.
Gruppengröße:
Die Gruppen sind zwischen 9 und 14 Schülern stark. Der Altersunterschied zwischen den Schülern beträgt in den Kursgruppen höchstens ein Jahr.
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